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Hilfsprojekt für Obdachlose in Berlin fürchtet um Zukunft

Rot-Rot-Grün will aus Berlin eine sozialere Stadt machen. Was als große Linie klar scheint, stellt sich im Detail als schwierig dar. Gerade wird ein Sozialverein vor die Türe gesetzt – von einer landeseigenen Gesellschaft.

Berlin (dpa/bb) – Das Berliner Hilfsprojekt Klik für junge Obdachlose fürchtet um seine Zukunft. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) habe den Mietvertrag für die Räume in der Torstraße zum 31. Mai wegen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten gekündigt, sagte Projektleiterin Anett Leach am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Gespräche über Ersatzräume hätten kein Ergebnis gebracht, bisherige Angebote seien zu teuer oder ungeeignet. Zudem fehle für den Verein jede Rückkehrperspektive.

«Wir fordern einen Erhalt des Standortes», betonte Leach. Eine Verlagerung im Zuge des «Zwangsumzugs» sei nur dann akzeptabel, wenn sich für den Verein eine Verbesserung ergebe. «Das ist bisher nicht erkennbar.» Leach sieht auch den rot-rot-grünen Senat in der Pflicht. Der habe schließlich eine sozialere Mieterpolitik angekündigt, und die WBM gehöre dem Land. «Wir wünschen uns da mehr Engagement.»

WBM-Sprecherin Steffi Pianka sagte, man sei mit dem Verein noch in der Diskussion. «Wir suchen händeringend nach Lösungen für unsere sozialen Mieter.» Die fraglichen Räumlichkeiten seien relativ groß, die WBM wolle sie effizienter gestalten und verkleinern.

Der Verein Klik bietet Wohnungslosen im Alter bis 27 Jahren konkrete Hilfestellung an, etwa Essen und Kleidung, die Möglichkeit zum Duschen oder Wäschewaschen, aber auch Beratung aller Art. Im Winter gibt es zweimal pro Woche ein Nachtcafé mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das Hilfsprojekt arbeitet – in unterschiedlicher Struktur – seit 1994. Finanziert wird es vor allem aus Stiftungsgeldern.

Aus Sicht des FDP-Politikers Thomas Seerig verdeutlicht die «Verdrängung» des Vereins die große Kluft zwischen den von Rot-Rot-Grün formulierten sozialen Ansprüchen und der Realität. «Soziale Träger kündigen, Gesprächswünsche über Alternativen ignorieren und nach der Sanierung vermutlich «bessere» Mieter suchen. Das ist die Realität bei der WBM, Partner des Bündnisses für soziale Wohnungsbaupolitik und bezahlbare Mieten», sagte das Mitglied des Abgeordnetenhauses der dpa. Der Senat nehme das widerspruchslos hin.

In einer Antwort der Verwaltung von Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage Seerigs heißt es, der Verein Klik leiste einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung gesundheitlicher Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe wohnungsloser junger Menschen. «Die für Jugend zuständige Senatsverwaltung wird in Abstimmung mit dem Bezirk Kontakt zum Träger und der WBM GmbH aufnehmen und alle Unterstützungsmöglichkeiten prüfen, um sich für den Erhalt des Kontaktladens einzusetzen.»

Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg, www.dpa.de

Artikel in der BZ thematisiert Kündigung

Eine weitere Zeitung interessiert sich für die prekäre Raumsituation des Klik. Unter folgendem Link ist der Artikel der heutigen BZ zu lesen:

http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/obdachlosenhilfe-muss-nun-selbst-ein-obdach-suchen

 

 

DPA Artikel zur Kündigung der Klik Räume

Unter folgendem Link ist der Artikel der dpa zu der Kündigung der Klik Räume durch die WBM zu lesen:

http://m.morgenpost.de/berlin/article209673685/Berliner-Obdachlosenprojekt-Klik-fuerchtet-um-seine-Zukunft.html

Das Klik im rbb

Gestern Abend hatte das Klik einen kurzen Auftritt im Fernsehen. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat in seiner Sendung zibb einen etwa dreieinhalb Minütigen Beitrag über in Berlin lebende junge Menschen auf der Straße sowie das Klik gesendet.

Der Beitrag ist bis nächste Woche Montag unter folgendem Link anzuschauen:

http://www.rbb-online.de/zibb/archiv/20161121_1830/klik-hilfe-fuer-junge-obdachlose.html

Wir danken allen Besucher*innen des Kontaktladens, die sich bereit erklärt haben, in dem Beitrag mitzuwirken und auf diese Weise die Arbeit des Klik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben.

Mediale Reaktionen auf Ausstellung „Ich bin hier und ich lebe“

Klik Nutzer*innen im rbb sowie in der Taz.

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